Absolventen der School GRC kommentieren den MBA

Dr. Corinna Heyde war nach ihrem Studium der Rechtswissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der University of Surrey in England, dem sich anschließenden Referendariat und Promotion im Strafprozessrecht zunächst in einer internationalen Kanzlei als Rechtsanwältin tätig. Anschließend wechselte sie zur Techniker Krankenkasse und war zunächst für die Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen zuständig. Darüber sagt sie selbst: „Dies war eine sehr spannende und abwechslungsreiche Aufgabe, da wir immer wieder mit neuen Formen des Abrechnungsbetruges der verschiedenen Leistungserbringer konfrontiert werden.“ Seit Anfang 2011 ist Dr. Heyde Mitarbeiterin des Stabsbereichs Revision bei der Techniker Krankenkasse.

Das MBA-Studium hatte sie fast zeitgleich mit der Tätigkeit bei der Techniker Krankenkasse begonnen. Über den Studiengang selbst sagt sie: „Dies hat mir den Einstieg in dieses für mich bis dahin unbekannte Gebiet der Betrugsermittlung im Gesundheitswesen erleichtert. Zwar konnte ich bereits von den Erfahrungen bei Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei im Rahmen des Referendariats profitieren. Jedoch war es für mich gerade durch die rein juristische Ausbildung von entscheidender Bedeutung, Fachwissen in anderen Bereichen wie etwa Ermittlungsmethoden auszubauen. Des Weiteren ist auch der Austausch mit den Studierenden von unschätzbarer Bedeutung. Aufgrund der Branchenvielfalt der Studierenden, als auch durch die vielen Diskussionsrunden untereinander habe ich gelernt, die sich mir täglich stellenden Problemstellungen vielseitiger zu beleuchten als es mir vor Absolvierung des MBA-Studiums möglich war. Ich profitiere daher jeden Tag, insbesondere jetzt auch bei meiner neuen Tätigkeit im Stabsbereich Revision, von dem MBA-Studium und habe es nicht eine Sekunde bereut.“


Raimund Röhrich ist Absolvent der Pionierklasse des MBA-Programms in der Vertiefungsrichtung Risk & Fraud Management. Rückblickend hält er fest: „Die Gewichtung der Gründe, weshalb ich mich für das Programm entschieden hatte, hat sich bis zum Schluss bewahrheitet. Kontakte, Know-how, Titel. Gerade als Jurist ohne betriebswirtschaftliches Studium vermittelt der Titel M.B.A. ein breiteres Spektrum und qualifiziert für Managementaufgaben. Die Kontakte zu den anderen Studierenden, den Referenten sowie Mitgliedern des Beirats sind jedoch der größte Gewinn für mich aus dem Studiengang. Sie ermöglichen neben immer neuen interessanten Diskussionen, gemeinsame Publikationen und Veranstaltungen, die Erweiterung des eigenen Netzwerks, die frühzeitige Teilnahme an aktuellen, neuen Entwicklungen und das gute Gefühl, mit Spezialisten für fast jede Frage schon mal bei einem Glas Wein zusammen gesessen zu haben.

Das vermittelte Wissen war gerade deshalb ein großer Zugewinn, da es in den Case Studies gemeinsam vertieft werden konnte. Gesehen zu haben, dass ein Volkswirt das Erlernte ganz anders interpretiert, als ein Informatiker, ein Betriebswirt oder eben man selbst als Jurist, hat mir schon während des Studiums, aber auch im Nachhinein, immer wieder die Perspektive gegeben meine eigene Ersteinschätzung zu hinterfragen und Experten aus anderen Disziplinen hinzuzuziehen. In meiner jetzigen Tätigkeit als Rechtsanwalt für Wirtschaftsstrafrecht ist dies gerade bei komplexen internen Ermittlungen und der Konzeptionierung und Implementierung von Compliance-Management-Systemen in den verschiedensten Branchen unerlässlich und eine Qualifikation, die ich allein im Rahmen meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt so nicht hätte erwerben können.“


Thomas Liesegang ist Absolvent der MBA-Klasse im ersten Jahrgang, der in 2007 die Ausbildung abschloss. Er sagt zum Studium: „Ausgezahlt hat es sich vom ersten Tag an, weil das neu erworbene Fachwissen in der Praxis umgesetzt werden konnte. Der Erfolg eines MBA-Studiums sollte deshalb nicht am Titel oder an unmittelbaren Gehaltssteigerungen gemessen werden. Wichtig sind doch die eigene Qualifikation, die Erweiterung des Horizontes und damit die Einsatzmöglichkeiten. Case Studies und Transferarbeiten mit sehr großer Praxisnähe intensivieren den Austausch zwischen Theorie und Praxis. Ich kann neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen spezielles Wissen aus den Bereichen Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsethik, Datenschutz, IT-Sicherheit und Kriminalistik erwerben, die mich in die Lage versetzen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Auf der anderen Seite lohnt sich diese Investition natürlich auch für meinen Arbeitgeber. Über das Studium fördert er meine Entwicklung und behält einen hoch motivierten Mitarbeiter. Darüber hinaus wurde durch den Wissenstransfer in die IBB eine Möglichkeit für die Bank geschaffen, ein Projekt zur Gefährdungsanalyse zu initiieren und damit eine deutschlandweite Vorreiterrolle im öffentlichen Bankensektor zu übernehmen.“


Heinz Gottmann meint: „In der "ganzheitlichen" Betrachtung von Risikomanagement und Wirtschaftskriminalität liegt aus meiner Sicht die größte Stärke dieses Studiums“. Er ist Manager im Bereich Controlling bei einem international führenden Anbieter von IT-Dienstleistungen und erfolgreicher Absolvent des MBA-Studiengangs. „Ich kann sagen, dass sich mein Horizont durch die Teilnahme erheblich erweitert hat: Was weiß ein Controller in einem IT-Konzern schon von den Prinzipien des Strafrechts? Wer erklärt ihm, wie Ermittlungen in Verdachtsfällen am besten in Gang gesetzt werden, und was die Bekämpfung der Korruption mit Risikomanagement zu tun hat?

Im MBA habe ich gelernt, wie wichtig der Blick über den Tellerrand ist, um die Herausforderung "Compliance" in ihren vielfältigen Facetten umfassend zu meistern. Und ich bin mehr denn je überzeugt davon, dass Compliance ein immer wichtigerer Wettbewerbsfaktor im globalen Wettbewerb wird. Zu alledem hat das Studium mir großen Spaß gemacht: Juristen, Banker, Ingenieure, Kriminalisten, Volkswirte, Steuerfachleute, Betriebswirte, die gemeinsam mit durchweg herausragenden Referenten über die vielfältigen Aspekte der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und der Implementierung wirksamer Compliance diskutieren, und dabei die "Freude am Leben" nicht vergessen. Es bringt einen weiter, dieses Studium, fachlich und persönlich, garantiert."


Michael Müller hat als Offizier an der Universität der Bundeswehr München Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationales Management und  Unternehmensführung studiert. Er nahm unter anderem an Auslandseinsätzen im Kosovo und in Afghanistan teil. 2006 war er Mitglied des Nationalen Krisenstabs zur FIFA Fußballweltmeisterschaft im Bundesministerium des Inneren. Während seines MBA-Studiums an der School GRC wechselte er zur KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Nunmehr leitet er als Associate Director den Bereich Crisis and Security Consulting der Control Risks Deutschland GmbH. Er berät nationale und internationale Unternehmen und staatliche Organisationen in den Themen Crisis & Continuity Management, Travel Security sowie Corporate Security.

Zum Studium sagt er: „Das MBA-Studium vermittelt ein großes Wissensspektrum in den Themengebieten Governance, Risk, Compliance und Fraud Management. Mit diesem Wissen sind die Absolventen in der Lage, die Themenstellungen zusammenhängend zu betrachten, Abhängigkeiten und Interdependenzen zu erkennen und diese aktiv zu managen.

Fachlich hat mich diese Ausbildung weitergebracht. Seit meinem beruflichen Wechsel berate ich Unternehmen und Behörden in den Themengebieten Business Continuity Management, Krisenmanagement sowie IT Performance & Strategy. Meine Kenntnisse in diesen Themen konnte ich während des Studiums vertiefen und mich zum Experten für die Themen Risikomanagement und Krisenmanagement entwickeln. Inzwischen gebe ich mein Wissen als Lehrkraft der School GRC weiter.“ Seit dem Sommer 2010 ist Müller wissenschaftlicher Leiter des Institute Crisis & Continuity Management, ein Kompetenzzentrum für Krisen- und Notfallmanagement in Unternehmen und Behörden.


Tanja Panhans absolvierte nach Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau. Danach studierte sie Betriebswirtschaftslehre im Fachbereich European Business Management an der University of Applied Sciences in Worms und der ECCIP in Paris mit den Abschlüssen Diplom-Betriebswirtin sowie den akademischen Grad "Diplome du Cycle Supérieur de Gestion". Im Anschluss an ihr Studium war Panhans bis 2004 als Executive Consultant für das Beratungsunternehmen EUPRONET, Gesellschaft für Corporate & Executive Coaching mit Schwerpunkt auf Corporate und Change Communications tätig. 2004 wechselte Panhans in den Bereich Unternehmensentwicklung der SCHUFA Holding AG. Die Projektmanagerin absolvierte in der Zeit von 2006 bis 2008 das MBA-Studium an der School of Governance, Risk & Compliance an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Ihre Master-Thesis, die am Institut als beste wissenschaftliche Master-Thesis 2008 ausgezeichnet wurde, verfasste sie zum Thema „E-Commerce in Deutschland: Transaktionspartner im Spannungsfeld von Risiko, Sicherheit und Vertrauen.“ Diese wurde auch in der ZRFC 02/09 zusammengefasst veröffentlicht. Ihre Arbeit bei der SCHUFA gilt schwerpunktmäßig dem Thema Transparenz und dem Dialog mit öffentlichen Interessensgruppen.
Das Studium und die Erfahrungen im Themenumfeld Governance, Risk, Compliance und Fraud Management haben ihr gezeigt: „Die Suche nach Sicherheit, Verlässlichkeit, Offenheit und Transparenz verändern das öffentliche Werteklima. Corporate Governance-Regeln müssen auch soziale und moralische Wertmaßstäbe in den unternehmerischen Entscheidungskontext einbeziehen.“


Karl Ulber absolvierte im dritten Jahrgang das MBA-Programm in der Spezialisierung Risk & Fraud Management. Zuvor erwarb er sein Diplom in Wirtschaftsinformatik an der Berufsakademie Sachsen, Staatliche Studienakademie Dresden. Über sich selbst sagt er: „Sowohl meine wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Betriebliches Risikomanagement als auch meine tägliche Arbeitspraxis als Wirtschaftsinformatiker haben mir gezeigt, dass Unternehmens-IT einen immer höheren Stellenwert für die Existenzsicherung von Unternehmen unabhängig von Größe, Branche oder Standort einnimmt.“

Seine Motivation zum MBA beschreibt er wie folgt: „Für mich gab es keinen anderen Weg als die eigene Spezialisierung durch das berufsbegleitende MBA-Studium. Weil mir das Thema wichtig ist, entschied ich mich für den Arbeitgeberwechsel vom operativen und hardware-fokussierten IT-Bereich hin zur Prüfung und strategischen Beratung von Unternehmen in der IT-Compliance. Durch meine Master-Thesis wurde ich zweifach ausgezeichnet. Die Arbeit wurde von der Steinbeis-Hochschule Berlin mit der Jahrgangsauszeichnung „Master-Thesis mit dem besten Umsetzungspotential“ prämiert. Und mein neuer und derzeitiger Arbeitgeber, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, hat unmittelbaren Nutzen daraus ziehen können und die Ergebnisse in die Geschäftspraxis implementiert. Schon deshalb konnte ich in meinem beruflichen Rahmen einen Akzent setzen.“


Dr. Frank Stetter absolvierte sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der LMU in München und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Organisation & Personal der Katholischen Universität Eichstätt. Nach ersten Berufserfahrungen in einer Linienfunktion wechselte er zu PricewaterhouseCoopers und spezialisierte sich dort in den Schwerpunkten Unternehmensentwicklung und Prozessmanagement. Seit 2003 verantwortet er als Partner der Beratungsgesellschaft DRISTERO in Berlin das Thema „Nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung von Unternehmen“. Als wertvolle Ergänzung und gezielte Ausweitung seines Spektrums bot sich da die Teilnahme am MBA-Studiengang der School GRC, den er 2010 erfolgreich abschloss. Dr. Stetter meint zum MBA-Studium: „Wer verantwortungsvoll handeln will – auch in der Funktion eines Beraters – muss wissen, auf welche Grundlagen er dieses Handeln stellt. Dabei ist es vor allem das breit gefächerte Angebot an Wissen über Governance, Risk, Compliance und Fraud Management, verbunden mit der ausgezeichneten Expertise der Dozenten, was die einzigartige Qualität des Studiengangs an der School GRC ausmacht.“

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23.08.2011

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Compliance-Management - Hinweisgeberschutz in Deutschland 21. September 2011