Deutschlandweit erster Masterstudiengang Kriminalistik an der staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin offiziell akkreditiert

Berlin, 08. März 2016

Erstmals überhaupt gibt es nun in Deutschland eine akkreditierte Masterausbildung für Kriminalisten. Die staatlich anerkannte Steinbeis-Hochschule Berlin bietet diesen berufsbegleitenden Masterstudiengang seit 2012 an – seit Januar 2014 in der Verantwortung der School of Criminal Investigation & Forensic Science (School CIFoS) | Institut für Kriminalistik – und hat ihn regulär einer Akkreditierungsüberprüfung unterzogen. Diese wurde jetzt erfolgreich mit dem Qualitätssiegel des Akkreditierungsrats abgeschlossen. Die Evaluationsagentur Baden-Württemberg hat die Programmakkreditierung rückwirkend erteilt, die somit seit Beginn des Masterstudiums im Jahr 2012 wirksam ist.

Birgit Galley, Direktorin des Instituts für Kriminalistik und langjährige Expertin für Wirtschaftskriminalität, sagt: „Mit der Programmakkreditierung ist ein weiterer Meilenstein gesetzt, Kriminalistik in Deutschland wieder als Wissenschaft zu etablieren. Das Qualitätssiegel bestätigt das Bemühen der zahlreichen Lehrkräfte, fachlichen Begleiter und auch der Studierenden, die bereits im 4. Jahrgang gestartet sind, um diese in Deutschland lange vernachlässigte Fachexpertise.“ Der Studiengang geht unter anderem zurück auf die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK), die sich viele Jahre für eine eigenständige Aus- und Weiterbildung für Kriminalistik in Deutschland eingesetzt hat. Mit der Steinbeis-Hochschule Berlin mit ihren praxisnahen Studiengängen und ihrem Promotionsrecht fand sie den optimalen Partner für wissenschaftlich denkende und praktisch arbeitende Kriminalisten.

Zielgruppen und Inhalte des ersten Masterstudiengangs Kriminalistik

Die berufsbegleitende Masterausbildung ist speziell auf Experten zugeschnitten, die sich mit der Lehre des Verbrechens und mit dessen Bekämpfung in der Praxis auseinandersetzen. Somit richtet sich der Studiengang sowohl an Vertreter der Polizei, Gerichtsreporter, Richter und Staatsanwälte als auch an Fachkräfte der Unternehmenssicherheit, Straf- und Unternehmensverteidiger, private und betriebliche Ermittler, investigative Journalisten sowie interessierte Sozial- und Naturwissenschaftler. Insbesondere für Polizeibeamte ist die Programmakkreditierung des Masterstudiengangs Kriminalistik eine Mindestvoraussetzung für eine potenzielle Anerkennung für den höheren Dienst. Sie können zum Beispiel direkt mit ihrem Bachelor aus der Polizeiausbildung in das Masterprogramm starten, da dieser Masterstudiengang 120 Credits nach dem Bologna-System erteilt. Von bislang 37 Studierenden blicken die ersten bereits auf ihre erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zurück und sind stolze Inhaber des deutschlandweit ersten Masterabschlusses Kriminalistik.

Im Rahmen ihres Masterstudiums werden die Teilnehmer umfassend in Fachdisziplinen wie Kriminalstrategie und Kriminaltaktik, Spurenkunde, Vernehmungstechnik, Gerichtsmedizin, IT-Forensik, Cybercrime, Strafrecht, forensische Psychologie oder auch Personalführung und internationale Zusammenarbeit fortgebildet. Das Studium versetzt die Absolventen in die Lage, kriminalistisch zu denken und zu ermitteln, um damit sowohl im behördlichen als auch unternehmerischen Kontext Verbrechen zu erkennen und diesen vorzubeugen. Eine Auslandswoche führt die Studierenden an das Competence-Center für Forensik und Wirtschaftskriminalistik nach Luzern, wo seit vielen Jahren Ermittler, Staatsanwälte und Polizisten international ausgebildet werden.

Spezialisten aus dem BKA und Zollkriminalamt, der Weltbank, den Polizeibehörden sowie namhafte Vertreter aus der Wirtschaft und angesehene Experten aus der Wissenschaft sind Lehrkräfte des Studiengangs.

„Nur in dieser engen Verzahnung mit einem hohen Praxisbezug kann Kriminalistik als Wissenschaft für behördliche und außerbehördliche Vertreter in Deutschland den nötigen Stellenwert bekommen“, sagt Wolfgang Benz, fachlicher Leiter des Studiengangs und als Erster Kriminalhauptkommissar a.D. langjähriger kriminalpolizeilicher Praktiker und jetziger Sicherheitschef in einem Unternehmen.

Der Akkreditierungsrat ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung, die den Auftrag hat, das System der Qualitätssicherung von Studium und Lehre an staatlichen und privaten Universitäten und Fachhochschulen zu organisieren. Durch die Programmakkreditierung wurde die Durchführung des Studiengangs Kriminalistik nach den qualitativen Regularien unabhängig geprüft und bestätigt.

Weitere Informationen über den Masterstudiengang Kriminalistik sowie die School CIFoS unter www.school-cifos.de.


Über die School CIFoS:

Die School of Criminal Investigation & Forensic Science (School CIFoS) wurde im Dezember 2013 als Forschungs- und Ausbildungsinstitut von der privaten, staatlich anerkannten Steinbeis-Hochschule Berlin in Deutschland gegründet. Sie ist eine Schwesterinstitution der School of Governance, Risk & Compliance (School GRC), die seit 2005 die MBA-Ausbildung für gute Unternehmensführung und Wirtschaftskriminalität etabliert hat. Diese hat den Master Kriminalistik im Jahr 2012 begründet und die thematische Verantwortung im Januar 2014 an die School CIFoS übergeben.

Das Weiterbildungsangebot der School CIFoS umfasst die nebenberufliche Kriminalistik-Masterausbildung und den Zertifikatslehrgang Certified Investigation Expert (CIE), der auf eine spätere Masterausbildung angerechnet werden kann. Auch individuelle Mitarbeiterschulungen im Rahmen einer Corporate University werden angeboten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Romy Wiening | Managerin Kommunikation & Marketing
Birgit Galley | Direktorin Institut für Kriminalistik
Telefon: +49 (30) 275 817 48 - 0
Telefax: +49 (30) 275 817 48 - 57
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