Das Institute Crisis & Continuity Management gehört seit dem Sommer 2007 unter das Dach der School GRC.
Das Institut versteht sich als ein Kompetenzzentrum für
Krisen- und Notfallmanagement in Unternehmen und Behörden. Durch die interdisziplinäre
Ausrichtung des Instituts wird ein umfassender Rahmen geschaffen, um einerseits
Unternehmen und Behörden präventiv auf den Umgang mit Not- und Krisenfällen
vorzubereiten und andererseits bei Eintritt einer solchen Situation die
Bewältigung zu begleiten und zu unterstützen. Im Rahmen von Forschungsprojekten
werden Methoden und Verfahren zur Früherkennung von Not- und Krisenfällen sowie
zur Bewältigung eingetretener Krisen erarbeitet. Diese Forschungsergebnisse
dienen direkt der Sensibilisierung von Unternehmen und Behörden und der
Reduzierung von Schadenswirkungen. Ein wesentliches Anliegen des Instituts ist
die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Forschung und der effektiven und
effizienten Anwendung der Ergebnisse in Unternehmen und Behörden.
Die wissenschaftliche Leitung des Instituts übernimmt Michael Müller. Als
Offizier der Bundeswehr nahm er an Auslandseinsätzen im Kosovo und in
Afghanistan teil und war im Jahr 2006 Mitglied des Nationalen Krisenstabs zur
FIFA Fußballweltmeisterschaft im Bundesministerium des Inneren. Michael Müller
berät für die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Unternehmen und Behörden
in den Themengebieten Notfall-, Krisen- und Business Continuity Management. Er
ist Lehrkraft an der School GRC und Mitautor des Leitfadens zum
Notfallmanagement für Behörden und Unternehmen des Bundesamts für Sicherheit
und Informationstechnik (BSI Standard 100-4: Notfallmanagement) aus dem Jahre
2008.
Verantwortung übernehmen
Unternehmer und Manager sind regelmäßig mit potenziellen Bedrohungen und deren
Folgen für die Wirtschaftlichkeit und Reputation des Unternehmens konfrontiert.
In kurzer Zeit müssen unter zumeist unvollständigen Informationen weit
reichende Entscheidungen getroffen werden, um mögliche Schäden zu verhindern
bzw. zu begrenzen. Dabei sind gesetzliche und regulatorische Anforderungen
ebenso zu berücksichtigen wie die Interessen der Stakeholder und der
Öffentlichkeit. Aber allein der professionelle Umgang mit der Notfall- und
Krisensituation reicht nicht aus. Wesentlich für die erfolgreiche Bewältigung
und das Fortbestehen der Organisation ist ein geregelter und kontinuierlicher
Ablauf der kritischen Prozesse. Hierfür ist ein implementiertes Business
Continuity Management unabdingbar. Mit einem effizienten und implementierten
Business Continuity Management erhöhen Unternehmen die eigene
Steuerungsfähigkeit in Not- und Krisenfällen und können auf die erforderlichen
Ressourcen zur Fortführung der kritischen Prozesse zurückgreifen.
Bedrohungen erkennen
Effektives Notfall- und Krisenmanagement beginnt bereits im Normalbetrieb des
Unternehmens. Gefahrenpotentiale müssen frühzeitig identifiziert und
Indikatoren zur Früherkennung implementiert werden. Die Ursachen sind dabei
vielfältig. Je nach Unternehmensgröße und Unternehmensbranche entsteht die
Bedrohung durch Streiks, Entlassungen oder Änderungen der rechtlichen und
regulatorischen Rahmenbedingungen. Aber auch Wirtschaftskriminalität,
Umweltskandale, terroristische und militärische Konflikte in Zulieferländern
oder Embargos sind realistische Szenarien in einer zunehmend globalisierten
Volkswirtschaft.
Bedrohungen managen
Das Krisenmanagement verlangt im Ernstfall einen systematischen Umgang mit der
konkreten Krisensituation. Ist die Situation identifiziert und analysiert,
helfen vorbereitete Strategien und eine eingespielte Organisation, diesen
Ausnahmezustand zu bewältigen.
Geschäftsablauf fortführen
Nach dem Erkennen der Ausnahmesituation müssen zumindest die kritischen
Prozesse des Unternehmens aufrechterhalten werden. Dazu sind die verschiedenen
Anspruchsgruppen abgestuft zu informieren, interne Abläufe an die konkrete
Situation anzupassen und bekannte Strukturen kurzfristig zu verändern.
Unternehmensverantwortliche müssen dazu die zur Aufrechterhaltung der
kritischen Prozesse erforderlichen Ressourcen genau kennen und deren
Abhängigkeiten untereinander in die Entscheidungen einbeziehen. Dazu müssen
bereits im Normalbetrieb geeigneten Kontinuitätsstrategien und
Geschäftsfortführungspläne entwickelt und im Unternehmen verankert werden.
Leistungen des Institutes Crisis & Continuity Management
Mit seinen Forschungsschwerpunkten ist das
Institut spezialisiert auf die Besonderheiten von kleinen und mittleren Unternehmen
sowie Behörden und arbeitet branchenübergreifend und interdisziplinär. Neben
Forschungsprojekten bietet das Institut für Führungskräfte, Krisenmanager und
Verantwortliche im Bereich Business Continuity Management Seminare und eine
Plattform zum aktiven Austausch von Forschungsergebnissen und ihrer Umsetzung.
Darüber hinaus soll das Netzwerk an Experten aus Wissenschaft und Praxis den
Austausch und die Weiterentwicklung der Themen untereinander fördern.
Wissenschaftliche Leitung
Michael Müller
Institutsleitung
Birgit Galley
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